Tipps für Eltern zu Smartphone und Internet

Veröffentlicht in Aktuelles am 15. August 2017

Spiele, Filme, Rätsel-Apps: Bereits kleine Kinder haben Zugang zu einem Smartphone oder einem Tablet. Kinder erlernen die Technik spielerisch. Sie wissen aber selten, wie sie verantwortungsvoll damit umgehen können. Viele Eltern begleiten ihre Kinder sehr kompetent. Viele wünschen sich aber mehr Unterstützung.

So surfen und spielen Kinder sicherer

Wir haben Tipps gesammelt, die zeigen, wie Kinder sicher mit dem Internet und dem Handy umgehen können.

Gute Vorbereitung

  1. Richten Sie das Gerät kindgerecht ein: Hierfür gibt es Programme, die auf dem Smartphone oder am PC eine Kindersicherung einstellen: Beispielsweise das von der Kommission für Jugendmedienschutz empfohlene Jugendschutzprogramm, eine Filtersoftware, die vor nicht altersgerechten Inhalten schützt. Diese ist derzeit nur für PC und iOS erhältlich. Für Android gibt es eine kostenlose App mit Kindersicherung: „Kids Place“, eine Anleitung gibt es dazu bei der katholischen Fachstelle Medien. Weiterhin gibt es kostenpflichtige Programme zur Kindersicherung, z.B. Kaspersky Safe Kids, Norton Family oder Kindersicherung von Salfeld.
  2. Wählen Sie kindgerechte Angebote: Welche Apps und Webseiten dürfen genutzt werden? Entscheiden Sie! Kriterien für gute Seiten sind: Werbefrei, gut strukturiert, ohne versteckte Kosten, frei zugänglich, ohne Datenabfrage und die Einhaltung des Jugendschutzes. Bei www.klick-tipps.net werden monatlich neue Apps vorgestellt, die für Kinder empfehlenswert sind, bei www.schau-hin.info gibt es eine Zusammenstellung guter Kinderseiten.
  3. Schützen Sie Ihre Daten: Kinder müssen wissen: Das Internet speichert viele Daten und vergisst sie nie. Auch wenn sie gelöscht wurden. Kinder sollten nur nach Rücksprache mit den Eltern persönliche Daten wie Name, Fotos oder Adresse angeben. Unter www.schau-hin.info finden Sie eine Sammlung von Datenschutzregeln.

Machen Sie Ihr Kind medienkompetent

  1. Starten Sie gemeinsam: Nutzen Sie die ersten Male das Internet und Smartphone unbedingt gemeinsam. Geübte Kinder, die Sicherheitsregeln kennen, können auch selbständig surfen.
  2. Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit: Kinder, die Medienkompetenz besitzen und wissen, worauf es ankommt, sind sicherer. Auf der Seite www.internet-abc.de beispielsweise können Kinder per Quiz einen "Führerschein fürs Internet" machen. Sie erhalten danach einen „Surfschein“. Der bedeutet, dass sie nun sicher, kompetent und allein im Internet surfen können. Auch für Eltern gibt es auf der Seite viele hilfreiche Tipps sowie Unterstützung bei Fragen zur Medienerziehung.

Feste Regeln machen es einfacher

  1. Legen Sie Verhaltensregeln fest: Zum Beispiel „Vorsicht bei neuen Kontakten“ oder „niemanden beleidigen“. So weiß Ihr Kind von Anfang an, was richtig oder falsch ist. Sprechen Sie konkret ab, wie lange das Kind im Internet surfen oder das Tablet benutzen darf. Hierfür gibt es sogenannte Medienutzungsverträge. Dort kann man ganz einfach gemeinsam Regeln auswählen und sie als Vertrag ausdrucken. www.mediennutzungsvertrag.de
  2. Legen Sie Handypausen fest: Besonders zu Mahlzeiten, bei Hausaufgaben, vor dem Schlafengehen und in der Nacht sollten die Geräte nicht dabei sein. Seien Sie ein Vorbild und legen sie das Handy zu vereinbarten Zeiten auch beiseite.

Begleiten Sie Ihr Kind

  1. Seien Sie für Ihr Kind da: Zeigen Sie, dass Sie Ihrem Kind den Umgang mit einem Handy zutrauen, so kommt es bei Problemen eher zu Ihnen. Sagen Sie ihm bewusst, dass es immer direkt Bescheid geben soll, wenn es etwas merkwürdig findet. Besonders in sogenannten „Chatrooms“ kann es oft zu Belästigungen und Cybermobbing kommen. Nehmen Sie sich immer wieder mal die Zeit, gemeinsam mit Ihrem Kind Apps zu erforschen und mit Ihm Spiele darauf zu spielen. So können beide Seiten vom Nutzen des Handys profitieren und gemeinsam Spaß haben.

Soweit die Theorie. Jetzt sind Sie dran. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen! Und dass sich die Zeit, die Sie hierfür aufbringen, lohnt und Konflikte vermeidet.

Haben Sie weitere Tipps oder Praxiserfahrungen? Schreiben Sie uns!


 

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